Orchesterdirigentinnen und -dirigenten

© Marie Liebig

Henri Christofer Aavik

Student, Hochschule für Musik „Franz Liszt“ Weimar

Der estnische Dirigent Henri Christofer Aavik erhielt seine erste musikalische Ausbildung als Trompeter und studierte später zusätzlich Musikwissenschaft an der Musikoberschule Tallinn.

Im Alter von 14 Jahren begann er sich zielgerichtet mit dem Dirigieren zu beschäftigen und zwei Jahre später dirigierte er Aufführungen im Rahmen eines Jugendprojekts der Estnischen Nationaloper. Daraufhin wurde Henri Aavik mit der Anerkennung „Junger Kulturmacher Tallinns” ausgezeichnet. Im Dezember 2020 feierte er dort sein professionelles Debüt mit Tschaikowskis Ballett „Der Nussknacker”.

Als Gymnasiast besuchte Henri Aavik die Dirigierklasse für Jugendliche an der Sibelius-Akademie in Finnland unter Leitung von Jorma Panula, und seit 2015 studiert er an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ Weimar bei Prof. Nicolás Pasquet und Prof. Ekhart Wycik. Im Jahr 2019 absolvierte er ein Austauschsemester an der Zürcher Hochschule der Künste bei Prof. Johannes Schlaefli.

Er besuchte Meisterkurse bei Paavo Järvi, Kristjan Järvi, Bruno Weil, Jukka-Pekka Saraste und Johannes Gustavsson. Zudem nahm er an den Workshops für Moderne Musik mit Christof Löser, Steffen Schleiermacher, Rüdiger Bohn und Zsolt Nagy teil.

Henri Aavik leitete bisher mehr als 60 Ensembles, u.a. Staatskapelle Weimar, Jenaer Philharmonie, Göttinger Symphonie Orchester, Südwestdeutsche Philharmonie Konstanz, Philharmonie Hradec Králové, Nordböhmische Philharmonie Teplice, Karlsbader Symphonie-orchester, Niederländisches Nationales Jugendfanfarenorchester, Stadtorchester Pärnu, Estnische Sinfonietta und mehrere Projektorchester. Zwischen 2017 und 2019 wirkte er als künstlerischer Leiter des Akademischen Orchesters der Technischen Universität Ilmenau.

Seit 2021 ist Henri Christofer Aavik Stipendiat des Dirigentenforums des Deutschen Musikrats.