Orchesterdirigenten

© Marie Liebig

Clemens Mohr

Studienleiter, Theater Hof

Seit der Spielzeit 2017/18 ist Clemens Mohr Studienleiter am Theater Hof. In der kommenden Saison übernimmt er dort die musikalische Leitung von Philip Glass' Kammeroper „In der Strafkolonie“ und wird Vorstellungen von „Chicago“ (Kander) und „Stallerhof“ (Kühr) dirigieren. Nachdirigate der vorigen Spielzeiten waren u. a. „Der Leuchtturm“ (Davies), „Viktoria und ihr Husar“ (Abraham) und „Rigoletto“ (Verdi). Konzerte als Gast mit dem Folkwang Kammerorchester, der NWD Philharmonie Herford u.a. ergänzen seine Tätigkeit.

Der gebürtige Hamburger studierte Orchesterdirigieren in Frankfurt am Main bei Prof. Wojciech Rajski und in Weimar bei Prof. Gunter Kahlert, Prof. Nicolás Pasquet und Prof. Ekhart Wycik. Meisterkurse besuchte er bei Bernard Haitink, Jorma Panula, Peter Eötvös (weitere s.u.). Auf den Master-Abschluss mit Auszeichnung folge nahtlos das Engagement am Theater Hof.

Clemens Mohr sammelte Opernerfahrung als musikalischer Assistent bei der Sommer Oper Bamberg (2013) sowie der Opernakademie Schloss Weikersheim (2017) als Assistent von Patrick Lange und hatte die musikalische Leitung zahlreicher freier Produktionen bei der Jungen Oper Rhein-Main (2014-2016) und der Kammeroper Frankfurt (2016) inne. Wichtige Impulse verdankt er ferner der Zusammenarbeit mit Orchestern wie der Staatskapelle Weimar, der Jenaer Philharmonie, dem Orchester der Musikalischen Komödie Leipzig oder der Meininger Hofkapelle im Rahmen der Ausbildung beziehungsweise der Förderung durch das Dirigentenforum.

Clemens Mohr wird seit 2016 durch das Dirigentenforum des Deutschen Musikrates gefördert. Er besuchte Meisterkurse bei Peter Gülke, Georg Fritzsch, Stefan Klingele, Paul Mägi und Roger Epple und war Teilnehmer an der Werkstatt für interaktives Dirigieren des Kritischen Orchesters® 2016.

Nächste Veranstaltung

21.09.2019 19:30 Uhr
Theater Hof
Philip Glass: "In der Strafkolonie" (Premiere)

Auf einer Insel in den Tropen: Ein Mann ist zum Tode verurteilt worden, doch er kennt nicht mal sein Vergehen. Ein Offizier hat einen phantastischen Apparat, der den Verurteilten stundenlang quälen, ihm das Urteil auf den Körper tätowieren und ihn schließlich töten soll. Ein europäischer Forschungsreisender soll der Hinrichtung beiwohnen. Was ist Schuld? Was ist Recht? Was ist Menschlichkeit und Mitleid? Die Oper „In der Strafkolonie“ von Philip Glass entführt die Zuschauer in eine makabre und zum Nachdenken anregende Welt.

Hofer Symphoniker